Rückfahrt nach Villarrica

Letzter Tag in Puerto Yguazu. Am Abend zuvor als wir von unserem Ausflug zu den Yguazu Wasserfällen zurück gekommen sind haben ein anderes Zimmer bekommen, da im ersten im Bad vor dem Waschbecken immer eine Pfütze stand. Sie sollte laut Aussage während unserer Abwesenheit repariert worden sein. Jemand hatte offensichtlich daran herumgeschraubt. Jetzt gab es zwar keine Pfütze mehr aber das Problem war einfach dadurch gelöst worden dass man das kalte Wasser abgestellt hatte und auf beide Wasserhähne heißes Wasser angeschlossen hatte. IMG_20180105_185939562Dieses Hotel Hostería Los Helechos ist nicht zu empfehlen. Wir mussten den Buchungspreis bezahlen aber auch deutlich zum Ausdruck gebracht dass einiges verbessert werden muss und eine entsprechende Bewertung verfasst.
IMG_20180106_143424437Jetzt aber zum Busbahnhof. Wann fährt der nächste Bus zurück nach Paraguay. Dentro de poco…. Bahnsteig 11. Dort angekommen eine große Meute die alle mitfahren wollen. Der Bus kommt. Jemand schickt die mit Gepäck nach hinten die Anderen ohne Gepäck nach vorne. Mit unserem Rucksack werden wir mal mit oder ohne Gepäck ingestuftt. Ergebnis wir erhalten getrennt in der Mitte des Buses einen Sitzplatz. An der argentinischen Grenze alles aussteigen – Passkontrolle. Da wir so ziemlich als letzte ausgestiegen konnten bekommen wir natürlich bbeider Rückkehr nur noch einen Stehplatz. An der paraguayischen Grenze müssen wir auf der brasilianischen Seite ansteigen und zu Fuß über die berühmte „Brücke der Freundschaft“ da der Bus im Stau steht denkt man das wir schneller sind und in der Migration bereits den Einreisestempel haben und wieder zusteigen können. Normalerweise funktioniert das auch nur vor uns stand eine vierköpfige Familie. Als wir soweit waren fuhr der Bus vorbei und ohne uns weiter. Also die Reststrecke mit dem Taxi.
IMG_20180106_102326376Am Terminal angekommen werden wir sofort von einem Fahrgastjäger eingefangen und in einen etwas älteren Bus nach Villarrica verfrachtet. Fünf Stunden durch Sonne und Regen dann sind wir in Villarrica. Schnell noch ein bisschen einkaufen und dann nach Hause.

 

Fahrt nach Puerto Iguazú

Die Fahrt nach Puerto Yguazu sollte schon ein Erlebnis werden. Beginnen wir aber am Anfang. Nachdem wir uns noch mit Wasser eingedeckt hatten kamen wir zum Terminal um die Fahrscheine zu kaufen. Auf Empfehlung des Verkäufers haben wir den Bus um 8:00 Uhr genommen. Der hat „aire y asientos“ wie wenn der Andere das nicht hätte. Immerhin der Bus war schon da und wir konnten sofort einsteigen und er fuhr auch zügig ab. Es könnte eine angenehme Fahrt werden. IMG_20180104_120614350Aber wie üblich die „10 kleinen Negerlein“ in umgekehrter Richtung. Alle paar Meter gehalten und jemand ist zugestiegen. Ja hört denn das nicht mehr auf? Naja in Coronel Oviedo werden ja viele aussteigen. Ist ja auch richtig aber genauso viele oder gar mehr kommen herein. Jetzt kommen sogar noch chipa Verkäufer. Umfallen kann keiner mehr. Jetzt wissen wir auch warum uns dieser Bus empfohlen wurde. Wir sitzen und die Temperatur hält sich in Grenzen. Der Bus hat zwar eine Toilette aber wie dorthin gehen. Wir kommen in Ciudad del este an.

Zunächst Mal ausruhen von der fast 5 stündigen Fahrt. Wie geht’s weiter? Wir müssen Paraguay verlassen und durch Brasilien nach Puerto Yguazu Argentinien kommen. 5 Personen angesprochen 5 verschiedene Antworten erhalten. Das größte Problem wir brauchen den Ausreisestempel von Paraguay um bei der erneuten Einreise wieder ein Visum für drei Monate zu erhalten. Wir haben dies dem Fahrer gesagt. Kein Problem.???? IMG_20180104_143124773Auf der Zufahrt zur Grenze ein riesiger Stau. Der Fahrer winkt uns wir sollen mit einer Frau die auch einen Stempel braucht vorausgehen uns den Stempel geben lassen und dann wenn er an der Grenze vorbeifährt einfach wieder einsteigen. Gut nur die Grenze ist mindest noch ein Kilometer entfernt lauter Verkaufstände auf dem Gehsteig und 35° im nicht vorhandenen Schatten. Gut nachdem wir den Stempel haben empfiehlt unsere Begleiterin dem Bus entgegenzulaufen. Warum? Nun er ist inzwischen so voll dass wir nur noch mit drücken hineinkommen. Aber geschafft wir haben den Stempel und fahren Richtung Argentinien. Kurz vor der dortigen Grenze Stau. Wieder warten. Alle raus aus dem Bus Einreisestempel für Argentinien. Gut wir sind als erste ausgestiegen und damit auch in den leeren Bus eingestiegen und damit für die Reststrecke einen Sitzplatz erbeutet. Es ist 16:30 Uhr wir sind da. Unser Hotel zum Glück nur 5 min zu Fuß entfernt.

So jetzt kann der Luxus beginnen. Luxus? Dem Preis nach ja ansonsten deutscher Landgasthof. Geld wechseln wir gehofft nicht möglich also zu einer Bank. Normalerweise ist an den Geldautomaten angegeben mit welchen Karten man Geld abheben kann. Hier nicht. Also EC Karte oder Kreditkarte? Wir sind mutig und versuchen es mit der EC Karte. Uff – Glück gehabt es funktioniert.

IMG_20180104_192543209So jetzt können wir wenigstens Essen gehen und haben auch gleich ein schönes Restaurant gefunden. Aber die Preise sind gesalzen. Argentinien ist teurer als Deutschland.

So jetzt sind wir satt und rechtschaffen müde.  Gute Nacht.

Busfahrt in Paraguay

Wenn man ein Fahrzeug hat ist vieles leichter, insbesonders in Paraguay. Nur ein solches kaufen lohnt sich für drei Monate nicht. Die Alternative ist Busfahren. Aber das kann sich zu einem richtigen Abenteuer entwickeln. Dabei fing alles ganz einfach an. Rebekka und Michael hatte uns zu sich nach Hause eingeladen. Zwischen ihrem Häuschen und unserem Hotel liegt die Zahlstelle der Ruta. Mit dem Bus (colectivo) ist es günstiger als die Autobahngebühren zu zahlen.
Also sind wir Bus gefahren. Diese erste Fahrt war noch einfach. Außer das wir zu früh ausgestiegen sind und wir feststellen mußten das Busfahrer hier mehrere Dinge gleichzeitig tun können – fahren, terere trinken und telefonieren – ist nichts weiter passiert. Aber es kommt ja noch die Fahrt von Ypacarai nach Villarrica am nächsten Tag.
Michael hat uns zur Haltestelle gebracht, man kann es nicht glauben das gibt es inzwischen sogar.

IMG_20171201_092920015Kaum hatten wir unser Gepäck aus dem Auto ausgeladen kam die „Haltestellenwächterin“ auf uns zugestürzt und fragt wohin wir möchten. Als wir es ihr gesagt hatten schnappt sie sich unseren Koffer stellt ihn an eine bestimmte Stelle an der Straße und sagt dort sollen wir auch die anderen Koffer abstellen denn dort hält unser Bus. Dann kommt er. Wir laden ein und gehen in den Bus. Marianne bekommt noch einen Sitzplatz ich muss erstmal für ca. 20 km stehen. Über dem Fahrer gibt es ein Hinweis „capacidad 45“. Nur wenn man sich umschaut fragt man sich ab welcher Reihe die 45 Fahrgäste gezählt werden oder gelten die Stehenden nicht als Fahrgäste. Ich Versuche gar nicht zu zählen. Vorteil man kann nicht umfallen. Bewegung kommt auf wenn einer von hinten aussteigen will oder ein Verkäufer hereinkommt und sich durch die Menge drückt. Auch der Busbegleiter kommt öfter durch um bei den Neuen zu kassieren. Sie haben ein sehr gutes Gedächtnis sie wissen genau wer neu eingestiegen ist. Nur bei den Preisen scheint er sich nicht immer zu erinnern. Wir denken dass wir mehr bezahlt haben als die anderen.
In Deutschland ist alles so kompliziert hier geht’s auch einfacher. Von hinten kommt eine leere Cola Flasche angerollt ohne groß hinzusehen nimmt der Busbegleiter sie in die Hand und wirft sie aus dem offenen Fenster. Aufwand 2 Sekunden. Alles muss schnell gehen. Auch ein schnell fahrender Lkw muss noch „schnell“ überholt werden.

IMG_20171201_115122874Wieviel hält so ein Motor aus? Bei dem nächsten Halt wird das überprüft. Neben dem Fahrer sitzt eine junge Frau auf einem Kasten. Dieser wird aufgeklappt und der Motor kommt zum Vorschein, der immer noch läuft. Alles okay wir fahren weiter.
Hurra wir sind in Villarrica angekommen. Wiederum ein riesige Schar Kofferträger, Taxifahrer und viele mehr die uns was verkaufen möchten. Jetzt nur noch in unsere Wohnung.